Sicherheitskupplungen bzw. Drehmomentbegrenzer sind essentielle Komponenten zum Schutz von Antriebssystemen und Maschinen in einer Vielzahl von Anwendungen. Sie sorgen dafür, dass im Falle einer Überlastung oder eines Blockierens eine sofortige Trennung der mechanischen Verbindung erfolgt, bevor Schäden an der Antriebseinheit oder den angrenzenden Bauteilen entstehen.
Unsere Sicherheitskupplungen und Drehmomentbegrenzer sind in verschiedenen Bauarten und Größen verfügbar und bieten maßgeschneiderte Lösungen für Ihre spezifischen Anforderungen.
Vorteile
Ein Drehmomentbegrenzer, auch Sicherheitskupplung genannt, ist eine mechanische Schutzvorrichtung für Antriebssysteme. Überschreitet das übertragene Drehmoment einen festgelegten Grenzwert, greift der Begrenzer automatisch ein und verhindert Schäden an Maschinen und Komponenten. Dadurch werden Bauteilbrüche, Anlagenstillstände, kostspielige Reparaturen und Produktivitätsverluste vermieden.
Wird das zulässige Drehmoment überschritten, können Bauteile brechen, Maschinen ausfallen und ungeplante Produktionsunterbrechungen entstehen. Dies führt häufig zu hohen Wartungs- und Reparaturkosten sowie zu einer geringeren Produktivität.
Im Normalbetrieb arbeitet das System mit einem definierten Drehmoment. Kommt es zu einer Störung, etwa durch Blockaden oder Lastspitzen, steigt das Drehmoment an. Ohne Schutz wird die Überlast direkt auf die Komponenten übertragen, bis das schwächste Element versagt. Mit einem Drehmomentbegrenzer wird die Kraftübertragung rechtzeitig begrenzt oder unterbrochen, sodass Schäden vermieden werden.
Je nach Bauart kann die Funktion auf unterschiedlicher Weise erfolgen:
Der Einsatz eines Drehmomentbegrenzers bietet zahlreiche Vorteile:
Drehmomentbegrenzer kommen überall dort zum Einsatz, wo mechanische Antriebe vor Überlastungen geschützt werden müssen.
Typische Anwendungsbereiche sind:
Die Integration eines Drehmomentbegrenzers ist nicht nur eine gute technische Praxis, sondern entspricht auch den auf europäischer Ebene festgelegten grundlegenden Sicherheitsanforderungen. Die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG verpflichtet die Hersteller, eine Risikoanalyse durchzuführen und Schutzmaßnahmen zu integrieren, um Gefahren zu beseitigen oder zu verringern.
Insbesondere der erste Anhang der Richtlinie legt klare Grundsätze fest:
1.1.2. Grundsätze für die Integration der Sicherheit: Die Richtlinie schreibt vor, dass „Risiken so weit wie möglich auszuschalten oder zu verringern sind (Integration der Sicherheit in die Konstruktion)“. Der Drehmomentbegrenzer ist eine perfekte Verkörperung dieses Prinzips.
1.3.2. Gefahr von Defekten während des Betriebs: „Die Maschinenteile […] müssen den Belastungen standhalten, denen sie ausgesetzt sind“. Ein Drehmomentbegrenzer stellt sicher, dass diese Belastungen keinesfalls die Auslegungsgrenzen überschreiten.
1.3.7. Risiken durch bewegliche Teile: „Es müssen alle erforderlichen Vorkehrungen getroffen werden, um ein ungewolltes Blockieren der beweglichen Arbeitselemente zu verhindern“. Der Begrenzer verhindert die Folgen eines solchen Blockierens.
Darüber hinaus trägt der Einsatz zuverlässiger Komponenten wie Drehmomentbegrenzern dazu bei, den Performance Level (PL) einer Sicherheitsfunktion gemäß der Norm EN ISO 13849-1 zu erhöhen, wodurch die Wahrscheinlichkeit gefährlicher Ausfälle verringert und das Gesamtsicherheitsniveau der Maschine erhöht wird.
Ja. Neben Standardlösungen können Drehmomentbegrenzer hinsichtlich Drehmomentbereich, Abmessungen und Einbauraum an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden. Dadurch lassen sie sich optimal in bestehende Anlagen integrieren und gewährleisten eine hohe Zuverlässigkeit und Funktionalität.
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